Bewertete Beiträge
Nach einem technischen Problem mit der Seite wurde diese 2021/2022 neu aufgesetzt. Inzwischen sind alle durch den Medien-Doktor UMWELT erstellten Gutachten wieder online. Geringfügig von der ursprünglichen Version abweichende Formulierungen (nicht aber Bewertungen) sind dabei nicht in allen Fällen auszuschließen.
Der Beitrag, der im Inforadio des rbb gesendet wurde, beschäftigt sich mit dem wichtigen, in seinem Umfang weltweit zunehmendem Umweltproblem der Lichtverschmutzung – also dem Phänomen, dass die Nächte durch künstliche Beleuchtung immer heller werden. Dabei greift er viele natur- und sozialwissenschaftliche Aspekte auf. Leider gelingt es dabei nicht, die Vielzahl der Themen und O-Töne in einen sinnvollen, für Hörerinnen und Hörer nachvollziehbaren Zusammenhang zu bringen.
Wenn es in Deutschland zu einem schweren AKW-Unfall kommt, müssten ringsum mehr Menschen umgesiedelt werden als bisher geplant, berichtet die Frankfurter Rundschau und bezieht sich dabei auf eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz. Der Artikel legt dar, dass bei einer vergleichbaren Katastrophe wie in Fukushima die bisher vorgesehenen Notfallmaßnahmen nicht ausreichen könnten. Was eine Ausweitung der Katastrophenschutzzonen für die betroffenen Städte und Gemeinden bedeuten würde, wird im Beitrag nicht angesprochen.
Die taz berichtet, dass eine deutsche Behörde die in der EU zulässigen Werte für den Stoff Perchlorat in Obst und Gemüse als zu hoch kritisiert und vor möglichen Gesundheitrisiken warnt. Doch wird im Beitrag nicht ausreichend erläutert, auf welcher Datenlage diese Bewertung beruht. Auch erfahren Leserinnen und Leser nicht, welche Mengen mit Perchlorat belasteter Lebensmittel problematisch sein könnten.
Der Beitrag, der in den „Tagesthemen“ der ARD gesendet wurde, stellt anlässlich eines Berichts der Internationale Atomenergie-Organisation die aktuelle Situation in Fukushima dar. Es wird außerdem ein Forschungsprojekt vorgestellt, das die Folgen des Atomunfalls für Pflanzen- und Tierwelt untersucht.
Im Oktober 2013 wurde bei einer Konferenz im japanischen Minamata eine internationale Konvention unterzeichnet, die zum Ziel hat, global die Belastung mit giftigem Qecksilber zu verringern. Der Beitrag, der in der Tageszeitung „Die Welt“ erschien, informiert faktenreich über die Quecksilber-Problematik, nennt allerdings nicht für alle Angaben die Quellen. Auch erfahren Leserinnen und Leser nicht, mit welchen Maßnahmen die Quecksilberemissionen reduziert werden sollen.
Der Beitrag, der auf der auf Spiegel-online erschienen ist, berichtet über Forschungsergebnisse, die den Zustand der Weltmeere noch kritischer erscheinen lassen, als es der Weltklimarat IPCC darstellt. Das umfangreiche Pressematerial der Meeresschutzorganisation IPSO wird gut genutzt, doch fehlt eine zweite Quelle.
Das Interview mit einem führenden Klimaforscher, das in der Süddeutschen Zeitung erschienen ist, beleuchtet vor allem wirtschaftliche Aspekte des Klimaschutzes. Kontroverse Fragen werden sachlich angesprochen, insgesamt entsteht ein facettenreiches Bild des gegenwärtigen Standes der Klimadebatte und der möglichen ökonomischen Auswirkungen des Klimawandels.
Der Beitrag, der im Deutschlandfunk gesendet wurde, befasst sich mit neuen Vorschlägen für die Speicherung von Energie: Pumpspeicherwerke könnten Einrichtungen vorhandener Schiffshebewerke nutzen oder in Tagebaugruben installiert werden. Die technischen Möglichkeiten werden gut verständlich beschrieben, deren Wirtschaftlichkeit aber nicht hinterfragt.
Die Kriterien des
Medien-Doktor UMWELT
Es folgt der 2020 überarbeitete und aktuell gültige Kriterienkatalog. Der alte Kriterienkatalog, an dem sich alle vorher veröffentlichten Gutachten orientieren, kann hier eingesehen werden.
- KEINE ÜBERTREIBUNG / VERHARMLOSUNG
- LÖSUNGSHORIZONTE UND HANDLUNGSOPTIONEN
- RÄUMLICHE DIMENSION
- ZEITLICHE DIMENSION (NACHHALTIGKEIT)
- PRO UND CONTRA
- BELEGE / EVIDENZ
- EXPERTEN / QUELLENTRANSPARENZ
- INTERESSENKONFLIKTE
- EINORDNUNG IN DEN KONTEXT
- FAKTENTREUE
- JOURNALISTISCHE EIGENLEISTUNG
- ATTRAKTIVITÄT DER DARSTELLUNG
- VERSTÄNDLICHKEIT
- THEMENAUSWAHL