Fläschchen mit COMIRNATY-Impfstoff und Spritze

Wie lange die Schutzwirkung der mRNA-Impfstoffe anhält, ist derzeit eine hoch relevante Frage. Daher ist es lobenswert, dass sich ein Artikel der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (online) dieser Thematik widmet. Allerdings bleibt unklar, warum für die Berichterstattung eine Studie ausgewählt wurde, die kaum etwas über die Dauer des Impfschutzes aussagt. Dies dürfte viele Leser*innen verwirren und ihnen nicht wirklich weiterhelfen, ihren aktuellen Immunschutz vor einer Covid-19-Erkrankung einzuschätzen.

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Fläschchen mit COMIRNATY-Impfstoff und Spritze
Kreuz in einem Impf-Buch bei der Impfung "COVID-19", eine Spritze und ein Pflaster

Noch immer suchen Wissenschaftler nach neuen Wegen, die aktuelle Corona-Pandemie einzudämmen. So berichtet das Hamburger Abendblatt (online) über den Impfstoffkandidaten der französisch-österreichischen Pharmafirma Valneva. Allerdings werden die in der Pressemitteilung des Unternehmens vorgelegten Studienergebnisse zu wenig eingeordnet und keine unabhängigen Expert*innen dazu befragt.

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Kreuz in einem Impf-Buch bei der Impfung "COVID-19", eine Spritze und ein Pflaster
Tablette mit der Prägung "Molnupiravir"

Noch immer suchen Forschende nach möglichen Therapien gegen eine aktuelle Covid-19-Erkrankung. Da verwundert es nicht, dass die Pressemitteilung eines Pharmaunternehmens zu einer Studie mit einem möglichen neuen Wirkstoff von vielen Medien aufgegriffen wurde, auch von der Berliner Zeitung (online). Im journalistischen Beitrag werden die noch nicht veröffentlichen Studienergebnisse gut eingeordnet, die Zusammenhänge verständlich dargelegt – und auch unabhängige Experten zitiert.

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Tablette mit der Prägung "Molnupiravir"
Sanduhr und Kalender mit roter Aufschrift "COVID-19"

Noch ist unklar, wie viele Corona-Infizierte Langzeitfolgen davontragen werden. Klar ist jedoch durchaus, dass die Folgen zumindest für manche der Patienten gravierend sein können. Auch deshalb haben Heilversuche an Long-Covid-Patienten mit dem Wirkstoff BC 007 am Universitätsklinikum Erlangen große Aufmerksamkeit erregt. Der Spiegel (online) greift das Thema auf und ordnet den Sachverhalt mit Hilfe unabhängiger Experten auf gelungene Art ein. Sehr anschaulich wird über die Erfahrung eines Patienten berichtet, der Text ist auch weitgehend gut verständlich.

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Sanduhr und Kalender mit roter Aufschrift "COVID-19"
Person hält Impf-Spritze in der Hand. Auf der Behandlungsliege sitzt eine schwangere Frau.

Sollten sich Schwangere gegen Corona impfen lassen? Welche Risiken birgt die Impfung, welche eine Infektion für Mutter und Kind? Ein Artikel auf NZZ online greift die Thematik auf, anlässlich der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland, Schwangere und Stillende mit einem mRNA-Impfstoff impfen zu lassen. Dabei wird klar und verständlich dargelegt, wie gut der Impfstoff vor einer Infektion und vor einer schweren Erkrankung schützt. Auch geht der journalistische Beitrag auf die Risiken einer Infektion bei ungeimpften Schwangeren ein.

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Person hält Impf-Spritze in der Hand. Auf der Behandlungsliege sitzt eine schwangere Frau.

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