Alle bewerteten Beiträge

 

Hier finden Sie alle Beiträge, die beim Medien-Doktor GESUNDHEIT bewertet wurden.

Tablette mit der Prägung "Molnupiravir"

Noch immer suchen Forschende nach möglichen Therapien gegen eine aktuelle Covid-19-Erkrankung. Da verwundert es nicht, dass die Pressemitteilung eines Pharmaunternehmens zu einer Studie mit einem möglichen neuen Wirkstoff von vielen Medien aufgegriffen wurde, auch von der Berliner Zeitung (online). Im journalistischen Beitrag werden die noch nicht veröffentlichen Studienergebnisse gut eingeordnet, die Zusammenhänge verständlich dargelegt – und auch unabhängige Experten zitiert.

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Tablette mit der Prägung "Molnupiravir"
Sanduhr und Kalender mit roter Aufschrift "COVID-19"

Noch ist unklar, wie viele Corona-Infizierte Langzeitfolgen davontragen werden. Klar ist jedoch durchaus, dass die Folgen zumindest für manche der Patienten gravierend sein können. Auch deshalb haben Heilversuche an Long-Covid-Patienten mit dem Wirkstoff BC 007 am Universitätsklinikum Erlangen große Aufmerksamkeit erregt. Der Spiegel (online) greift das Thema auf und ordnet den Sachverhalt mit Hilfe unabhängiger Experten auf gelungene Art ein. Sehr anschaulich wird über die Erfahrung eines Patienten berichtet, der Text ist auch weitgehend gut verständlich.

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Sanduhr und Kalender mit roter Aufschrift "COVID-19"
Person hält Impf-Spritze in der Hand. Auf der Behandlungsliege sitzt eine schwangere Frau.

Sollten sich Schwangere gegen Corona impfen lassen? Welche Risiken birgt die Impfung, welche eine Infektion für Mutter und Kind? Ein Artikel auf NZZ online greift die Thematik auf, anlässlich der aktuellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in Deutschland, Schwangere und Stillende mit einem mRNA-Impfstoff impfen zu lassen. Dabei wird klar und verständlich dargelegt, wie gut der Impfstoff vor einer Infektion und vor einer schweren Erkrankung schützt. Auch geht der journalistische Beitrag auf die Risiken einer Infektion bei ungeimpften Schwangeren ein.

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Person hält Impf-Spritze in der Hand. Auf der Behandlungsliege sitzt eine schwangere Frau.
Mann mit Nasenspray

Ein Nasenspray mit Rotalgen soll angeblich das Risiko einer Infektion mit Sars-CoV-2 verringern. Was an diesen Behauptungen dran ist, versucht ein journalistischer Beitrag des SWR (online) zu ergründen. Allerdings werden die bisherigen wissenschaftlichen Studien dazu nur kurz und allgemein erklärt, so dass die Leser*innen nach Lektüre des Artikels nicht wirklich einschätzen können, welchen Nutzen und welche Risiken ein solches Spray tatsächlich haben könnte.

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Mann mit Nasenspray

Wie lange man auf die Schutzwirkung der Zweifachimpfung gegen das Corona-Virus vertrauen kann, wird in einem Artikel von Der Spiegel (online) diskutiert. So hat Israel am 1. August damit begonnen, Menschen ab dem Alter von 60 Jahren mit einer dritten Impfung von Biontech/Pfizer zu versorgen. Der journalistische Beitrag erklärt ausführlich, welche Daten bislang vorliegen und wie wenig derzeit noch über die langfristige Schutzwirkung der Zweifachimpfung bekannt ist – und welche Fragen zu einer dritten Impfung noch offen sind.

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Häuser in Tübingen

Der Corona-Impfstoffkandidat des deutschen Pharmaunternehmens Curevac galt als vielversprechend. Umso größer war die Enttäuschung, als das Vakzin in einer Zwischenanalyse nur eine Wirksamkeit von 47 Prozent erreichte. Ein Artikel der Berliner Zeitung (online) greift diese wichtige Thematik aktuell auf und berichtet über die Studienergebnisse und über mögliche Gründe für die schlechten Zwischenergebnisse. Doch bleiben zum Beispiel Interessenkonflikte eines im Text zitierten Wissenschaftlers unerwähnt.

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Häuser in Tübingen
Gebäude Universitätsmedizin

Seit Beginn der Pandemie suchen Wissenschaftler*innen nach Therapieansätzen, die eine Covid-19-Erkrankung lindern oder heilen können. Nun berichtet ein Artikel auf FAZ.net von einem Wirkstoff, der von der Universitätsmedizin Mainz in einer klinischen Studie der Phase 2 getestet wird. Es wird im journalistischen Beitrag jedoch nicht erklärt, dass ein Wirkstoff in dieser Studienphase von einer Zulassung noch weit entfernt ist. Wie der konkrete Nutzen des Therapieansatzes aussieht, wird auch nicht deutlich. Eine journalistische Eigenleistung ist im Artikel zudem nicht zu finden: Die Pressemitteilung der Universitätsmedizin Mainz wurde, von einzelnen Umstellungen im Text abgesehen, praktisch übernommen.

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Gebäude Universitätsmedizin
Symbolbild Viren

Seit Beginn der Pandemie haben Ärzt*innen viel über Covid-19 gelernt. Dennoch können sie noch immer schwer vorhersagen, welche ihrer Patient*innen einen schweren Krankheitsverlauf haben werden. Nun berichtet die Onlineseite des „Münchner Merkur“ über einen neuen Biomarker, der diese Vorhersage ermöglichen soll. Leider wird der Aufbau der im Artikel erwähnten Studie kaum erklärt und die Untersuchungsergebnisse nicht durch unabhängige Experten eingeordnet. Stattdessen wurden unkritisch Informationen der Pressemitteilung einer an der Studie beteiligten Universität übernommen.

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Symbolbild Viren