Sprechstunde

 

In unserem Blog „Sprechstunde“ veröffentlicht das Team des Medien-Doktor GESUNDHEIT regelmäßig Neues zum Projekt und Hinweise für Journalistinnen und Journalisten sowie für alle Interessierten. Außerdem geben wir praktische Tipps, wie man die besonderen Herausforderungen bei der Recherche zu Medizin- und Gesundheitsthemen angehen kann.

Die Autoren

Portrait von Holger Wormer
Prof. Holger Wormer
Portrait von Astrid Viciano
Dr. Astrid Viciano
Porträt von Marcus Anhäuser
Marcus Anhäuser

Die neuesten Beiträge

Wer in der Corona-Berichterstattung wissen will, wie gut medizinische und andere Interventionen im Kampf gegen SARS-CoV-2 und Covid-19 belegt sind, sollte sich die Webseite von CEOsys abspeichern oder gleich den Newsletter abonnieren (kann man hier direkt machen).

CEOsys ist ein Forschungsverbund von 21 Uniklinken und weiterer Partner, um schnell und umfassend die Studienlage zu verschiedenen Aspekten des neuen Coronavirus‘ zu erfassen und zu veröffentlichen. Die CEOsys-Teams unterstützen damit auch die Fachgesellschaften bei ihren Leitlinien, wie kürzlich bei der Leitlinien zur Stationäre Behandlung von COVID-19 Patienten.

CEOsys hat die Studien für die Therapien in der Klinik gegen Covid-19 analysiert...

Vor etwa einem Jahr ging der neue Medien-Doktor Gesundheit an den Start. Seitdem greifen wir gezielt Vorschläge unserer Gutachterinnen und Gutachter oder von Mitgliedern der Wissenschaftspressekonferenz und anderer auf, um aktuelle Beiträge zeitnah zu bewerten. In den vergangenen Monaten haben wir naturgemäß auch viele Berichte über das Coronavirus begutachtet.

Gleichzeitig hat uns der Neustart dazu angeregt, die bisher für die Gutachten verwendeten Kriterien und deren Aufteilung zu überarbeiten. Bislang hatten wir sie in drei allgemeinjournalistische und 10 wissenschaftsjournalistische Kriterien unterteilt. Dabei hatten wir uns nicht zuletzt an internationalen Vorbildern orientiert. Auf Basis unserer inzwischen umfangreichen eigenen Erfahrungen haben wir uns...

Wenn es um die Diagnose oder Therapie einer Erkrankung geht, orientieren sich Ärztinnen und Ärzte meist an den aktuellen medizinischen Leitlinien. Je nach Studienlage, sind diese Empfehlungen mehr oder weniger gut durch wissenschaftliche Untersuchungen untermauert. Verfasst werden die Leitlinien meist durch Expertinnen und Experten des jeweiligen Fachgebiets bzw. der jeweiligen Fachgesellschaften. Doch wie unabhängig sind die Autoren und Autorinnen von wirtschaftlichen Interessen? Wie transparent werden Interessenskonflikte dargestellt? Und wie viele der Verfasserinnen und Verfasser haben einen Interessenskonflikt angegeben? Diesen wichtigen Fragen widmet sich der Leitlinienwatch, eine gemeinsame Initiative von Mezis, NeurologyFirst und Transparency International Deutschland. Insgesamt hat Leitlinienwatch bereits 168...

Ein aktueller Fall mit Beiträgen über einen diagnostischen Test auf das Coronavirus bestätigt es erneut: Journalistische Berichterstattung über diagnostische Tests läuft häufig schief. Über medizinische Themen angemessen zu berichten, ist schon nicht einfach, wie die Bewertungen beim Medien-Doktor Gesundheit belegen. Eine ganz besondere Herausforderung ist es aber, verständlich und korrekt über diagnostische Testverfahren zu informieren. Die bei Gesundheitsthemen ohnehin schon schwierigen Zahlenangaben erscheinen bei diesem Thema noch deutlich komplexer. Journalistische Ausfälle wie der aktuelle Fall oder auch die Berichterstattung über den „Brustkrebstest“ im letzten Jahr belegen die Schwierigkeiten.

Die Checkliste steht als PDF zum Download bereit und erinnert daran, welche...

Wie gut können Ärzte verschiedene Krebsformen bald wirklich behandeln? Warum führt Feinstaub zu vorzeitigen Todesfällen – und sollte man das Risiko überhaupt so angeben? Seit Mai 2019 greifen wir mit dem Medien-Doktor GESUNDHEIT noch stärker in solche aktuellen Medizindebatten in den Medien ein. Im vorhergehenden Medien-Doktor MEDIZIN hatten wir nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Stücke beurteilt; in unserem neuen Projekt bewerten wir die Qualität aktueller Beiträge in Form von „case studies“ zeitnah. Dabei berücksichtigen wir „best-practice“- oder „worst-practice“-Beispiele, die der Medien-Doktor-Redaktion von unseren Gutachtern und weiteren Partnern vorgeschlagen werden. Inzwischen haben wir 20 dieser aktuellen Gutachten erstellt! Sie finden diese unter...

Stipendien in der Höhe von rund 15.000€  bietet das European Journalism Centre (EJC) freien und festangestellten JournalistInnen für die Berichterstattung über globale Gesundheitsthemen.

Bewerbungen für professionelle journalistische Projekte, die aus Entwicklungsländern berichten und in relevanten deutschen Medien veröffentlicht werden, können bis zum 5. Februar 2020 online eingereicht werden. Das “Global Health Journalism Grant Programme for Germany”  wird vom European Journalism Centre durchgeführt und von der Bill und Melinda Gates Stiftung gefördert.

Das Global Health Journalism Grant Programme for Germany hat zum Ziel, globalen Gesundheitsthemen zu mehr Aufmerksamkeit in deutschen Medien zu verhelfen. Das Programm wird vom European Journalism Centre durchgeführt und...

In einer kleinen Serie möchten wir beim Medien-Doktor internationale Projekte und Initiativen vorstellen, die sich – ähnlich wie der Medien-Doktor – mit der Qualität von medizin- und wissenschaftsjournalistischen Beiträgen befassen. Die Artikel werden hier in der „Sprechstunde“ in loser Abfolge erscheinen. Diesmal stellen wir das Projekt PerCientEx aus Barcelona vor.

Qualitätsjournalismus aus Spanien

Irgendwann konnten Michele Catanzaro und seine Kollegen den traurigen Singsang nicht mehr ertragen. Die Klagelieder, dass wir Journalisten heute kaum Zeit mehr haben für gründliche Recherchen, viele Redaktionen sich in billige Nachrichtenschleudern verwandeln. „Auch wenn die Klagen berechtigt sind, waren wir müde von all dem Pessimismus“, sagt...

Zahlreiche Medien berichteten zuletzt über einen diagnostischen Test, der anhand von Biomarkern im Blut Brustkrebs erkennen könne. Die BILD preschte mit der „Weltsensation“ voraus (praktisch zeitgleich wie die Pressemitteilung der Uni Heidelberg), andere Medien folgten, viele unkritisch, manche skeptisch unterlegt. Selbst die 20:00 Uhr-Ausgabe der Tagesschau brachte eine kurze, knapp 30-sekündige Mitteilung über den Test (ab Min. 12:50), obwohl die Hauptnachrichtensendung der ARD sonst extrem selten über medizinische Verfahren berichtet.

 

 

 

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