Bewertete Beiträge
Nach einem technischen Problem mit der Seite wurde diese 2021/2022 neu aufgesetzt. Inzwischen sind alle durch den Medien-Doktor UMWELT erstellten Gutachten wieder online. Geringfügig von der ursprünglichen Version abweichende Formulierungen (nicht aber Bewertungen) sind dabei nicht in allen Fällen auszuschließen.
Das Ozonloch über Antarktis, das in diesem Jahr überraschenderweise wieder größer ausfällt, ist Thema eines Beitrags in der WDR5-Sendung „Leonardo“. Das Studiogespräch ist sehr locker und allgemeinverständlich aufgemacht, könnte an einigen Stellen allerdings etwas präziser informieren.
Die Frankfurter Rundschau berichtet über eine aktuelle Studie zum Thema Bodenverluste in Europa und greift dabei auch globale Aspekte auf. Es wird klar, dass es sich um eine Studie im Auftrag der Grünen handelt; weitere Quellen werden nicht herangezogen.
Ein informativer Radiobeitrag im Deutschlandfunk stellt die Idee vor, den Pestizideinsatz in der Landwirtschaft mit einer Steuer zu belegen und so das Ausbringen solcher Chemikalien zu verringern. Anlass ist eine aktuelle Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), Leipzig, deren Auftraggeber der Beitrag jedoch nicht nennt.
In einem Abschnitt des Neckars gebe es nach einem Renaturierungsprojekt wieder mehr Fische, berichtet die Stuttgarter Zeitung. Wie viele es genau sind, solle künftig mit einem elektronischen Gerät gemessen werden. Vorliegende und frei verfügbare Veröffentlichungen zur Bestandsentwicklung und zur Zuverlässigkeit des vorgestellten Geräts bezieht der Beitrag dabei nicht ein.
Im Streit um die mögliche krebserregende Wirkung von Glyphosat gibt es eine neue Stellungnahme eines UN-Expertengremiums, berichtet die taz. Der Artikel macht den Pestizid-kritischen Blickwinkel durch die Wortwahl deutlich, berichtet ansonsten aber sachlich und erläutert kurz, wie die unterschiedlichen Einschätzungen zustande kamen.
Je stärker das Eis in der Arktis zurückgeht, desto mehr schneit es womöglich in Sibirien. Das Hamburger Abendblatt stellt eine Studie vor, die diesen Zusammenhang untersucht. Allerdings ist die Studie beim Erscheinen des Artikels schon fünf Monate alt.
Spiegel-Online nimmt eine aktuelle, im Internet verfügbare Visualisierung der NASA zum Anlass, über das Problem des Plastikmülls in den Ozeanen zu berichten. Die Angabe zur Müllmenge, die in den Ozeanen treiben soll, ist dabei schwer nachvollziehbar, die große Spannweite der Schätzungen erwähnt der Beitrag nicht.
Der TV-Beitrag in der ARD-Sendung „report“ zeigt auf, wie Lobbyaktivitäten die Regulierung hormonell wirksamer Chemikalien in der EU beeinflussen und verzögern. Was über die toxikologische Wirkung solcher Chemikalien bekannt ist, kommt gegenüber einem suggestiven Fallbeispiel zu kurz.
Die Kriterien des
Medien-Doktor UMWELT
Es folgt der 2020 überarbeitete und aktuell gültige Kriterienkatalog. Der alte Kriterienkatalog, an dem sich alle vorher veröffentlichten Gutachten orientieren, kann hier eingesehen werden.
- KEINE ÜBERTREIBUNG / VERHARMLOSUNG
- LÖSUNGSHORIZONTE UND HANDLUNGSOPTIONEN
- RÄUMLICHE DIMENSION
- ZEITLICHE DIMENSION (NACHHALTIGKEIT)
- PRO UND CONTRA
- BELEGE / EVIDENZ
- EXPERTEN / QUELLENTRANSPARENZ
- INTERESSENKONFLIKTE
- EINORDNUNG IN DEN KONTEXT
- FAKTENTREUE
- JOURNALISTISCHE EIGENLEISTUNG
- ATTRAKTIVITÄT DER DARSTELLUNG
- VERSTÄNDLICHKEIT
- THEMENAUSWAHL