Bewertete Beiträge
Nach einem technischen Problem mit der Seite wurde diese 2021/2022 neu aufgesetzt. Inzwischen sind alle durch den Medien-Doktor UMWELT erstellten Gutachten wieder online. Geringfügig von der ursprünglichen Version abweichende Formulierungen (nicht aber Bewertungen) sind dabei nicht in allen Fällen auszuschließen.
Ein Artikel in der FAZ berichtet über das „Kursbuch Agrarwende 2050″ – eine von Greenpeace in Auftrag gegebene Studie zur nachhaltigen Entwicklung der Landwirtschaft. Zu den Umweltproblemen, um die es in den verschiedenen Szenarien geht, erfährt man kaum etwas, ebenso wenig zur Vorgehensweise der Wissenschaftler.
Regionale Folgen des Klimawandels im Nordseeraum sind das Thema eines Hörfunkbeitrags in der Sendung Leonardo (WDR5). Die räumlichen Unterschiede sind differenziert dargestellt; dagegen werden die relativ neuen Effekte des menschengemachten Klimawandels, etwa auf den Landverlust an den Nordseeküsten, nicht klar vom schon länger bestehenden Problem der Küstenerosion abgegrenzt.
Die Sächsische Zeitung berichtet über den jüngsten „Living Planet Report“, der vom WWF herausgegeben wird. Der Artikel spricht viele wichtige Punkte an, doch nicht alle Fakten sind korrekt dargestellt.
Die globalen Kohlendioxidemissionen seien in den letzten drei Jahren kaum angestiegen, berichtet Spiegel Online mit Bezug auf eine Publikation des „Global Carbon Project“. Der Beitrag geht nicht über die Pressemitteilungen zur Studie hinaus und informiert nicht darüber, wie die Daten erhoben wurden.
Je höher die Temperatur, desto weniger CO2 speichern die Bäume in der Stadt – über dieses Ergebnis einer Studie in Raleigh, der Hauptstadt von North Carolina, berichtet „Die Welt“. Die Übertragbarkeit auf andere Regionen wird dabei übertrieben dargestellt, weitere Quellen fehlen.
Besser organisierte Müllabfuhr dank Chip an der Tonne – darüber berichtet die Stuttgarter Zeitung. Es werden dabei vor allem technisch-organisatorische Aspekte dargestellt, bezüglich des ökologischen Nutzens kann ein falscher Eindruck entstehen.
Regenwaldrodungen für Palmölplantagen richten große Umweltschäden an. Dennoch ist es nicht unbedingt sinnvoll, stattdessen andere Öle zu verwenden, so aktuelle Modellrechnungen, über die Zeit-Online berichtet. Die Argumentation der WWF-Studie wird deutlich, aber auch andere Meinungen kommen zu Wort.
Ein neues Forschungsprojekt soll untersuchen, wo der Plastikmüll in der Nordsee herkommt und wie er sich ausbreitet, berichtet die Sächsische Zeitung/ dpa. Dabei wird allzu viel Vorwissen der Leserinnen und Leser vorausgesetzt.
Die Kriterien des
Medien-Doktor UMWELT
Es folgt der 2020 überarbeitete und aktuell gültige Kriterienkatalog. Der alte Kriterienkatalog, an dem sich alle vorher veröffentlichten Gutachten orientieren, kann hier eingesehen werden.
- KEINE ÜBERTREIBUNG / VERHARMLOSUNG
- LÖSUNGSHORIZONTE UND HANDLUNGSOPTIONEN
- RÄUMLICHE DIMENSION
- ZEITLICHE DIMENSION (NACHHALTIGKEIT)
- PRO UND CONTRA
- BELEGE / EVIDENZ
- EXPERTEN / QUELLENTRANSPARENZ
- INTERESSENKONFLIKTE
- EINORDNUNG IN DEN KONTEXT
- FAKTENTREUE
- JOURNALISTISCHE EIGENLEISTUNG
- ATTRAKTIVITÄT DER DARSTELLUNG
- VERSTÄNDLICHKEIT
- THEMENAUSWAHL