Bewertete Beiträge
Nach einem technischen Problem mit der Seite wurde diese 2021/2022 neu aufgesetzt. Inzwischen sind alle durch den Medien-Doktor UMWELT erstellten Gutachten wieder online. Geringfügig von der ursprünglichen Version abweichende Formulierungen (nicht aber Bewertungen) sind dabei nicht in allen Fällen auszuschließen.
Ob und unter welchen Bedingungen es realistisch ist, mit Aufforstungen und anderen Maßnahmen das Treibhausgas CO2 in der Atmosphäre zu reduzieren, untersuchen zwei wissenschaftliche Publikationen, über die die Stuttgarter Zeitung berichtet. Der Artikel ist informativ, doch gelingt es kaum, die Ergebnisse beider Studien zueinander in Beziehung zu setzen.
Eine dieselähnliche Flüssigkeit könne Wasserstoff binden und so als Energiespeicher dienen, berichtet die Frankfurter Rundschau. Doch weder erfährt man Näheres zur Funktionsweise dieser schon seit einigen Jahren diskutierten Lösung des Speicherproblems, noch werden unabhängige Experten dazu befragt.
In der Sendung „Forschung aktuell“ berichtet der Deutschlandfunk über eine Studie, die den Zusammenhang zwischen Dürre, Hitze und anderen Extremwetterereignissen auf die Getreideernte untersucht hat. Die Ergebnisse werden gut verständlich dargestellt, doch die Einordnung durch eine zweite Quelle fehlt.
Experten aus aller Welt trafen sich in Berlin, um Konzepte zu diskutieren, die Öl und Kohle durch nachwachsende Rohstoffe ersetzen sollen, berichtet die taz. Der Beitrag spricht viele Aspekte und auch Kontroversen um die „Bioökonomie“ an, vertieft aber keines der genannten Beispiele.
Die FAZ stellt Projekte vor, die das Treibhausgas CO2 nutzbar machen sollen. Leserinnen und Leser erhalten einen Überblick über verschiedene technische Verfahren, aber kaum Informationen, die es ihnen erlauben, diese zu bewerten.
„Die Welt“ berichtet darüber, wie viele Menschen in verschiedenen Ländern und Großstädten künftig darunter leiden werden, dass ihr Lebensraum durch den Anstieg des Meeresspiegels verschwindet. Die Überschrift und der erste Teil des Beitrags scheinen eine unmittelbare Bedrohung anzukündigen, bevor dann klar wird, wie weit in die Zukunft die Prognosen reichen.
Die Rhein-Zeitung berichtet in einem lesefreundlichen Frage-Antwort-Format über die Neubewertung des Herbizids Glyphosat, den Entscheidungsprozess in der EU und eine aktuelle Einschätzung der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA dazu.
Eine neuartige Batterie, die Forscher der Universität Jena entwickelt und im Fachmagazin Nature vorgestellt haben, könne „der Energiewende Schub verleihen“, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Der Artikel nennt viele technische Details, doch gelingt es nicht, die Funktionsweise der Batterie allgemeinverständlich zu erklären.
Die Kriterien des
Medien-Doktor UMWELT
Es folgt der 2020 überarbeitete und aktuell gültige Kriterienkatalog. Der alte Kriterienkatalog, an dem sich alle vorher veröffentlichten Gutachten orientieren, kann hier eingesehen werden.
- KEINE ÜBERTREIBUNG / VERHARMLOSUNG
- LÖSUNGSHORIZONTE UND HANDLUNGSOPTIONEN
- RÄUMLICHE DIMENSION
- ZEITLICHE DIMENSION (NACHHALTIGKEIT)
- PRO UND CONTRA
- BELEGE / EVIDENZ
- EXPERTEN / QUELLENTRANSPARENZ
- INTERESSENKONFLIKTE
- EINORDNUNG IN DEN KONTEXT
- FAKTENTREUE
- JOURNALISTISCHE EIGENLEISTUNG
- ATTRAKTIVITÄT DER DARSTELLUNG
- VERSTÄNDLICHKEIT
- THEMENAUSWAHL