{"id":418,"date":"2021-07-05T13:27:50","date_gmt":"2021-07-05T11:27:50","guid":{"rendered":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/?page_id=418"},"modified":"2021-11-17T14:10:44","modified_gmt":"2021-11-17T13:10:44","slug":"die-kriterien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/","title":{"rendered":"Die Kriterien"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;10px|||||&#8220; da_disable_devices=&#8220;off|off|off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; da_is_popup=&#8220;off&#8220; da_exit_intent=&#8220;off&#8220; da_has_close=&#8220;on&#8220; da_alt_close=&#8220;off&#8220; da_dark_close=&#8220;off&#8220; da_not_modal=&#8220;on&#8220; da_is_singular=&#8220;off&#8220; da_with_loader=&#8220;off&#8220; da_has_shadow=&#8220;on&#8220;][et_pb_row column_structure=&#8220;2_3,1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_column type=&#8220;2_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text admin_label=&#8220;\u00dcberschrift &#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h1>Die Kriterien<\/h1>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine \u00dcbersicht der Kriterien des Medien-Doktor GESUNDHEIT, Medien-Doktor ERN\u00c4HRUNG und Medien-Doktor UMWELT k\u00f6nnen Sie <a href=\"https:\/\/medien-doktor.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Relaunch_Kriterien_MDU_MDG_MDE.pdf\">hier als pdf herunterladen<\/a>.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;Bewertete Beitr\u00e4ge &#8220; module_id=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Bewertete Beitr\u00e4ge<\/h2>\n<p>Bewertet werden<strong>\u00a0journalistische Beitr\u00e4ge<\/strong> (mehr als 200 W\u00f6rter) aus Publikumsmedien, bei denen im Zentrum der Berichterstattung (d. h. in mehr als 50 Prozent des Beitrags)\u00a0<strong>eine Therapie, ein diagnostischer Test, ein medizinisches Produkt oder Verfahren<\/strong>\u00a0steht. Die nachfolgenden Kriterien sollen Journalisten und Journalistinnen als Leitfaden dienen. Sie sollen dabei helfen, die zu diesem Zeitpunkt verf\u00fcgbaren Informationen zu einem Thema innerhalb der M\u00f6glichkeiten der jeweiligen Redaktion m\u00f6glichst sorgf\u00e4ltig aufzubereiten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel Medizinjounal. Kriterien&#8220; module_id=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Medizin- und wissenschaftsjournalistische Kriterien<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;1. Positive Effekte (Nutzen)&#8220; module_id=&#8220;nutzen&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.10&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>1. Positive Effekte (Nutzen)<\/h3>\n<h4>Wie ist der m\u00f6gliche Nutzen einer Therapie\/ eines Tests\/ eines Produkts oder eines Verfahrens dargestellt?<\/h4>\n<p>Wenn ein journalistischer Beitrag zum Beispiel \u00fcber eine neue Therapie berichtet, ist es f\u00fcr die Leser, Zuh\u00f6rer oder Zuschauer enorm wichtig, etwas \u00fcber den Nutzen dieser Behandlung zu erfahren. Um eine echte Hilfestellung zu bieten, sollte dieser Nutzen quantitativ dargestellt werden. Dabei gen\u00fcgt es allerdings nicht, in den Beitr\u00e4gen nur relative Zahlen anzugeben, wie er oft in wissenschaftlichen Studien angegeben wird, etwa, dass das Risiko einer H\u00fcftfraktur durch eine neue Therapie um 50 Prozent sinkt. Was zun\u00e4chst wie ein gro\u00dfer Erfolg klingt, kann in absoluten Zahlen n\u00e4mlich bedeuten, dass das Risiko lediglich von zwei auf ein Prozent gesunken ist. Um den Mediennutzern keinen verzerrten Eindruck vom Nutzen einer Behandlung zu vermitteln, sollten journalistische Beitr\u00e4ge daher stets absolute Zahlen verwenden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich sollte der Nutzen eines Verfahrens nicht kleiner oder gr\u00f6\u00dfer dargestellt werden als in der Quelle (z. B. die Studie) beschrieben.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>der m\u00f6gliche Nutzen nicht quantifiziert wird.<\/li>\n<li>nur relative, aber keine absoluten Nutzenangaben gemacht werden.<\/li>\n<li>statt Studienergebnissen einzelne, positive Erlebnisberichte von Patienten im Mittelpunkt des Beitrags stehen.<\/li>\n<li>Statistiken zwar angemessen zitiert werden, der gesamte Beitrag jedoch durch eine unwidersprochene, \u00fcbertriebene Aussage v\u00f6llig unausgewogen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Ist der Nutzen wirklich so gro\u00df oder klein, wie er dargestellt wird?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;2. Risiken und Nebenwirkung &#8220; module_id=&#8220;risiken&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>2.\u00a0Risiken und Nebenwirkungen<\/h3>\n<h4>Werden bzw. wie werden Risiken und Nebenwirkungen dargestellt?<\/h4>\n<p>Ein Beitrag sollte immer auf m\u00f6gliche Nebenwirkungen eines neuen Verfahrens oder einer Behandlungsart eingehen. Im Idealfall beschreibt er, wie h\u00e4ufig und wie schwer die Nebenwirkungen einer Therapie sind. Wobei zu beachten gilt, dass auch vermeintlich leichte Nebenwirkungen sich auf das Leben einzelner Menschen dramatisch auswirken k\u00f6nnen.<br \/>Werden m\u00f6gliche Sch\u00e4den einer Therapie in einem Beitrag heruntergespielt, ist dieses Kriterium mit \u201enicht erf\u00fcllt\u201c zu bewerten. Ebenso w\u00fcrde man werten, wenn m\u00f6gliche Sch\u00e4den eines Verfahrens nicht quantifiziert werden, obwohl die Zahlen in der besprochenen Studie zu finden sind. Anekdoten von Patienten reichen zur Darstellung der Nebenwirkungen dagegen nicht aus.<br \/>Insgesamt sollte ein Beitrag Nebenwirkungen nicht leichter oder schwerer darstellen als in den vorhandenen Quellen (z.B. wissenschaftlichen Studien) dargelegt.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z.B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>m\u00f6gliche Nebenwirkungen nicht erw\u00e4hnt werden.<\/li>\n<li>m\u00f6gliche Nebenwirkungen nicht quantifiziert werden (falls die Nebenwirkungen zentral f\u00fcr die Berichterstattung sind).<\/li>\n<li>der Schweregrad m\u00f6glicher Sch\u00e4den nicht beschrieben wird.<\/li>\n<li>vermeintlich unbedeutende Nebenwirkungen nicht ber\u00fccksichtigt werden, die aber einen betr\u00e4chtlichen Einfluss auf das Leben eines Patienten haben k\u00f6nnten.<\/li>\n<li>sich zu sehr auf Anekdoten von Patienten verlassen wird (v. a., wenn es um die Sicherheit geht).<\/li>\n<li>nur ein an der Studie beteiligter Mediziner im Beitrag erkl\u00e4rt, dass ein Verfahren sicher ist \u2013 ohne diese Aussage durch objektive Daten zu untermauern.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Welche Risiken und Nebenwirkungen hat ein Verfahren oder ein Produkt etc.?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;3. Verf\u00fcgbarkeit &#8220; module_id=&#8220;verfuegbar&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>3.\u00a0Verf\u00fcgbarkeit<\/h3>\n<h4>Ist eine Therapie oder Test\/Produkt\/Verfahren bereits verf\u00fcgbar?<\/h4>\n<p>Besonders relevant ist dieses Kriterium, wenn es im journalistischen Beitrag um ein neues Medikament oder ein neues Verfahren geht. Im journalistischen Beitrag sollten die Leser\/Zuh\u00f6rer\/Zuschauer erfahren, in welcher Phase der Erforschung sich das Medikament oder Verfahren befindet (z. B. ob es erst in einer Pilotstudie erprobt wurde oder bereits zugelassen ist).<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>nicht klar wird, dass eine Arznei noch nicht verf\u00fcgbar ist.<\/li>\n<li>die Zulassung eines Medikaments als abgeschlossene Sache behandelt wird.<\/li>\n<li>zu spekulative Vorhersagen dar\u00fcber gemacht werden, wann das Medikament zugelassen werden \u201ek\u00f6nnte\u201c oder \u201esollte\u201c.<\/li>\n<li>nur die Angaben eines Firmensprechers als Grundlage f\u00fcr Vorhersagen dienen, wann ein Medikament verf\u00fcgbar sein wird.<\/li>\n<li>nicht ausreichend deutlich wird, wie verbreitet eine Anwendung ist (wird sie an jedem Krankenhaus angeboten oder nur Spezialkliniken?).<\/li>\n<li>der journalistische Beitrag nicht erkl\u00e4rt, wie verf\u00fcgbar spezialisiertes Fachpersonal ist (z. B. wenn es um neue chirurgische Eingriffe geht).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Kann ich die Therapie oder das Verfahren bereits erhalten?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;4. Alternativen &#8220; module_id=&#8220;alternativen&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>4.\u00a0Alternativen<\/h3>\n<h4>Werden Alternativen zur vorgestellten Therapie\/Test\/Produkt\/Verfahren erw\u00e4hnt?<\/h4>\n<p>Ein Artikel sollte ein neues Verfahren stets im Zusammenhang bereits bestehender Alternativen darstellen. Auch der Nutzen der alternativen Optionen sollte im Beitrag deutlich werden. Gibt es noch keine weitere Behandlung, sollte auch dies erw\u00e4hnt werden \u2013 etwa, dass \u00c4rzte bisher nur die Symptome einer Erkrankung lindern konnten (z. B. die Schmerzen), es bislang aber keine urs\u00e4chliche Therapie dagegen gab.<\/p>\n<p>Es sollte auch nicht vergessen werden, dass \u201enichts zu tun\u201c ebenfalls eine Alternative sein kann.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>ein chirurgischer Eingriff besprochen wird, ohne auf nicht-chirurgische Alternativen zu verweisen.<\/li>\n<li>ein neuer Test vorgestellt wird, ohne auf alternative Tests zu verweisen oder auf die Option, darauf verzichten zu k\u00f6nnen (etwa bei Screening-Tests).<\/li>\n<li>es nicht gelingt, Vor- und Nachteile einer neuen Idee im Vergleich zu bestehenden Verfahren zu diskutieren.<\/li>\n<li>nicht dargestellt wird, wie die neue Therapie\/Test\/Produkt\/Verfahren in das Spektrum bestehender Alternativen passt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Werden Alternativen zu der Therapie\/dem Produkt\/dem Verfahren werden genannt?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;5. Kosten &#8220; module_id=&#8220;kosten&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>5.\u00a0Kosten<\/h3>\n<h4>Werden Kosten in der Geschichte angesprochen?<\/h4>\n<p>Ein journalistischer Beitrag sollte die wahrscheinlichen Kosten eines neuen Verfahrens, eines Tests oder eines Produktes in angemessener Weise thematisieren. Der Preis eines Medikaments wird zum Zeitpunkt des Markteintritts bekannt sein, die Kosten neuer Verfahren sind dagegen manchmal schwer zu berechnen. Oft ist auch eine Sch\u00e4tzung von Seiten der Experten hilfreich. In seltenen F\u00e4llen m\u00fcssen Kosten auch nicht erw\u00e4hnt werden, etwa, wenn ein journalistischer Beitrag die Studie zu einem Wirkstoff im Tierversuch beschreibt. Dann gilt das Kriterium trotz Nichterw\u00e4hnung als \u201eerf\u00fcllt\u201c.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z.B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>die Kosten eines Verfahrens nicht angesprochen werden.<\/li>\n<li>Kosten ohne befriedigende Erkl\u00e4rung heruntergespielt werden.<\/li>\n<li>die Kosten eines neuen Verfahrens nicht mit existierenden Alternativen verglichen werden (teurer\/billiger).<\/li>\n<li>nicht deutlich wird, ob die Krankenkassen f\u00fcr die Kosten des neuen Verfahrens aufkommen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Mediennutzer zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Zahlt das meine Krankenkasse bzw. wie viel muss ich selbst bezahlen?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;6. Krankheits\u00fcbertreibung\/-erfindung&#8220; module_id=&#8220;uebertreibung&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>6.\u00a0Krankheits\u00fcbertreibung\/-erfindung<\/h3>\n<h4>Gibt es Anzeichen f\u00fcr Krankheits\u00fcbertreibungen\/-erfindungen (\u201eDisease mongering\u201c)?<\/h4>\n<p>Hier geht es darum, ob in einem Beitrag eine Erkrankung oder ein gesundheitliches Ph\u00e4nomen \u00fcbertrieben dargestellt wird. Es gibt verschiedene Formen der \u00dcbertreibung (Disease Mongering):<\/p>\n<ul>\n<li>Risikofaktoren werden als Krankheit behandelt (z. B. geringe Knochendichte wird zu Osteoporose).<\/li>\n<li>falsche\/ungenaue Darstellung des nat\u00fcrlichen Verlaufs und\/oder der Schwere einer Erkrankung (z. B. Prostatakrebs in einem fr\u00fchen Stadium)<\/li>\n<li>Medikalisierung geringer oder kurzfristiger Schwankungen einer Funktion (z. B. zeitweise Potenzprobleme bei M\u00e4nnern oder sexuelle Unlust bei Frauen)<\/li>\n<li>Medikalisierung normaler Vorg\u00e4nge\/Lebensphasen (Haarausfall, Falten, Sch\u00fcchternheit, Menopause)<\/li>\n<li>Die H\u00e4ufigkeit einer Krankheit\/St\u00f6rung wird \u00fcbertrieben dargestellt (z. B. indem man Bewertungsskalen (\u201erating scales\u201c) nutzt, um eine erektile Dysfunktion zu diagnostizieren).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Eine Krankheitserfindung dagegen ist nur selten offensichtlich. Meist ist es nicht einfach, festzulegen, ob ein Beitrag Beschwerden wie ein Reizdarmsyndrom, unruhige Beine oder Osteoporose (die f\u00fcr einige Betroffene ernsthafte Probleme darstellen) unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig als Erkrankung beschreibt.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>mangelhafte Statistiken pr\u00e4sentiert werden.<\/li>\n<li>die Folgen f\u00fcr eine Person \u00fcbertrieben werden.<\/li>\n<li>unangemessen Angst gesch\u00fcrt wird.<\/li>\n<li>zum Beispiel Laborwerte behandelt werden als w\u00e4ren sie eine Krankheit (so genannte Surrogatmarker-Endpunkte).<\/li>\n<li>Interviews mit besonders schwer betroffenen Patienten enthalten sind \u2013 und der Eindruck erweckt wird, ihre Erfahrung sei repr\u00e4sentativ f\u00fcr alle mit dieser Erkrankung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dieses Kriterium findet allerdings keine Anwendung, wenn ein journalistischer Beitrag eine Therapie\/ein Verfahren\/einen Test \u00fcbertrieben positiv beschreibt. Diesen Aspekt decken die Kriterien zu Nutzen und Belegen ausreichend ab.<\/p>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Ist das eine Krankheit\/Symptomatik, \u00fcber die ich mir Sorgen machen muss?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;7. Belege\/Evidenz&#8220; module_id=&#8220;belege&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>7.\u00a0Belege\/Evidenz<\/h3>\n<h4>Versucht die Geschichte die Qualit\u00e4t der Belege einzuordnen?<\/h4>\n<p>Der journalistische Beitrag sollte die Qualit\u00e4t der vorgestellten Studie einordnen. Nur so k\u00f6nnen die Mediennutzer einsch\u00e4tzen, wie verl\u00e4sslich die Aussagen zum neuen Verfahren sind. So sollten Forscher die Wirksamkeit einer neuen Therapie zum Beispiel in einer randomisierten Studie mit relevanten klinischen Endpunkten pr\u00fcfen. Wenn dieser Anspruch nicht erf\u00fcllt wurde, sollte der journalistische Beitrag dies ansprechen.<\/p>\n<p>Manchmal wird zum Beispiel \u00fcber \u201evielversprechende\u201c Ergebnisse einer Fallserie (case series) berichtet, einer Art von Studien mit niedriger Beweiskraft. Hier sollte der journalistische Beitrag die Grenzen dieses Studiendesigns klar machen und darauf hinweisen, wie schwierig eine Interpretation der Studienergebnisse ist. Im Falle einer Kohorten- oder Beobachtungsstudie sollte zudem erkl\u00e4rt werden, dass Mediziner in der Untersuchung nicht alle Faktoren ber\u00fccksichtigen k\u00f6nnen, die vielleicht einen Unterschied zwischen zwei Therapieverfahren erkl\u00e4ren (zum Beispiel k\u00f6nnen neben der Behandlung auch die Ern\u00e4hrung, das Ausma\u00df an k\u00f6rperlicher Bewegung den Krankheitsverlauf beeinflussen, werden aber in der Beobachtungsstudie wom\u00f6glich nicht erfasst).<br \/>Wie sehr die Aussagekraft einer Untersuchung vom Studiendesign abh\u00e4ngt, sollte der journalistische Beitrag erkl\u00e4ren \u2013 und idealerweise die \u00fcbliche Abstufung aufzeigen (engl.: hierarchy of evidence). Hier finden sich zwei Praxisberichte zu den unterschiedlichen Evidenzgraden der verschiedenen Studientypen:<\/p>\n<p>Studien und Typen: Die Hackordnung der Glaubw\u00fcrdigkeit:<br \/>Teil A: http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/sprechstunde\/praxisberichte-1-studien-und-typen-die-hackordnung-der-glaubwurdigkeit-teil-a\/<br \/>Teil B: http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/sprechstunde\/praxisberichte-2-studien-und-typen-die-hackordnung-der-glaubwurdigkeit-teil-b\/<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>es nicht gelingt, die Grenzen des jeweiligen Studiendesigns herauszustellen.<\/li>\n<li>ein Hinweis fehlt, dass man bei der Interpretation von unkontrollierten Daten Vorsicht walten lassen muss.<\/li>\n<li>kausale Zusammenh\u00e4nge dargestellt werden, die durch das Studiendesign nicht belegt werden k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>nicht klargestellt wird, wo die Grenzen kleiner Studien liegen.<\/li>\n<li>nicht darauf hingewiesen wird, dass zum Beispiel die \u00c4nderung eines Laborwerts mit positiven gesundheitlichen Auswirkungen gleichgesetzt wird (also ein so genannter Surrogatparameter verwendet wird).<\/li>\n<li>nicht herausgestellt wird, dass auf Kongressen Studienergebnisse pr\u00e4sentiert werden, die noch kein strenges Begutachtungsverfahren durchlaufen haben (mangelndes peer review).<\/li>\n<li>der Beitrag \u00fcber Ergebnisse aus Tierversuchen oder Laborexperimenten berichtet, ohne darauf hinzuweisen, dass die Resultate nur eingeschr\u00e4nkt auf den Menschen \u00fcbertragbar sind.<\/li>\n<li>nur Anekdoten als Belege f\u00fcr den Nutzen einer Behandlung pr\u00e4sentiert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Kann man mit den angef\u00fchrten Belegen\/Studienmethoden \u00fcberhaupt diese Aussagen machen?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;8. Experten\/Quellentransparenz&#8220; module_id=&#8220;experten&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>8.\u00a0Experten\/Quellentransparenz<\/h3>\n<h4>Gibt es eine weitere, m\u00f6glichst unabh\u00e4ngige Quelle?<\/h4>\n<p>Der Beitrag macht klar, woher die verwendeten Informationen und Bewertungen stammen und st\u00fctzt sich dabei auf mindestens zwei geeignete, voneinander unabh\u00e4ngige Quellen. Zitierte Studien sollten eindeutig zu identifizieren sein. Es muss klar werden, wo diese publiziert wurden (Fachzeitschrift, Preprint-Server, Publikation eines Industrieverbandes oder einer Organisation).<\/p>\n<p>Meist werden in einem Beitrag \u00fcber eine neue Studie die Autoren der Untersuchung zitiert. Um den Beitrag ausgewogen zu gestalten, sollte jedoch mindestens eine weitere, unabh\u00e4ngige Quelle darin vorkommen, z.B. ein weiterer Experte, ein Zitat aus einer weiteren Studie, die offiziellen Empfehlungen einer Beh\u00f6rde oder einer Forschungsinstitution. Dabei darf weder der Experte noch die Institution in einer direkten Abh\u00e4ngigkeit zu den im Artikel vorkommenden Hauptexperten stehen (Interessenkonflikt durch gro\u00dfe N\u00e4he, vgl. Kriterium 9). Die Person sollte also nicht in derselben Arbeitsgruppe, derselben Universit\u00e4t oder Institution o.\u00e4. arbeiten oder Co-Autor der im Artikel vorgestellten Studie sein.<\/p>\n<p>Es sollte deutlich werden, warum ein Wissenschaftler in der jeweiligen Thematik als Experte gilt (oder zumindest eine Nachrecherche in Publikationsdatenbanken, Institutswebseiten oder Internetseiten des Experten sollte das ergeben). Zur Erkl\u00e4rung von Lehrbuchwissen (zum Beispiel zu allgemeinen Fragen des Stoffwechsels) ist der Anspruch an die Expertenauswahl geringer als bei der Darstellung neuer Studien aus der aktuellen Spitzenforschung.<br \/>In einem Interview sollte sich die zweite Stimme\/zweite Meinung in den Interviewfragen wiederfinden, da es hier naturgem\u00e4\u00df nicht m\u00f6glich ist, eine zweite Quelle in die Antworten einzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>eine zweite unabh\u00e4ngige Quelle fehlt.<\/li>\n<li>nicht deutlich wird, warum ein Experte f\u00fcr eine Zweitmeinung geeignet ist, welche Expertise er hat oder die Recherchen der Gutachter keine ausreichende Expertise ergeben.<\/li>\n<li>ein ausgew\u00e4hlter weiterer Experte sich als abh\u00e4ngig vom ersten Experten erweist, weil er zum Beispiel in dessen Arbeitsgruppe arbeitet oder Co-Autor der vorgestellten Studie ist oder sonst in einer f\u00fcr das Thema relevanten Arbeitsbeziehung steht. Die Wertung ist unabh\u00e4ngig davon, ob diese Abh\u00e4ngigkeit im Artikel deutlich gemacht wird oder nicht. (siehe dazu auch Kriterium 9 Interessenkonflikte)<\/li>\n<li>in einem Interview in den Fragen oder erkl\u00e4rendem Begleittext nicht auf andere Experten oder andere Quellen verwiesen wird.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Wie sch\u00e4tzen unabh\u00e4ngige Experten\/Institutionen\/Studien die Informationen zu Nutzen und Risiken einer Therapie oder zur Aussagekraft eines diagnostischen Verfahrens ein?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;9. Interessenkonflikte &#8220; module_id=&#8220;interessen&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>9.\u00a0Interessenkonflikte<\/h3>\n<h4>Liegen bei den im Beitrag angef\u00fchrten Personen (insbesondere finanzielle) Interessenkonflikte vor?<\/h4>\n<p>Wir erwarten, dass in einem Beitrag vorhandene oder nahe liegende Interessenkonflikte angesprochen und gegebenenfalls eingeordnet werden. Denn vor allem Abh\u00e4ngigkeiten finanzieller Art k\u00f6nnen zu verzerrten Forschungsergebnissen und Interpretationen der Daten f\u00fchren.<br \/>Daher sollte ein Beitrag klarstellen, ob bei einem Experten Interessenkonflikte vorliegen k\u00f6nnten, weil zum Beispiel eine Firma oder eine Organisation die Forschung finanziert, ein Patent oder ein Werbevertrag vorliegt oder der Experte an einem empfohlenen Produkt mitverdient. Auch wenn Mediziner meist Produkte\/Therapien empfehlen, die sie selbst in ihrer Klinik einsetzen oder verkaufen, sollte dieser Zusammenhang deutlich werden.<br \/>Liegen keine Interessenkonflikte vor (bzw. die Gutachterinnen und Gutachter haben im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten keine finden k\u00f6nnen), muss darauf im Beitrag nicht explizit darauf hingewiesen werden. Das Kriterium wird demnach als \u201eerf\u00fcllt\u201c betrachtet, auch ohne, dass der Beitrag den fehlenden Interessenkonflikt erw\u00e4hnt.<br \/>Wie relevant ein Interessenkonflikt ist, m\u00fcssen die Gutachter von Fall zu Fall abw\u00e4gen. Nicht jede Finanzierung, z.B. durch die Industrie, f\u00fchrt automatisch zu einer Beeinflussung von Forschungsresultaten. Dennoch sollte ein journalistischer Beitrag sie aufzeigen (siehe dazu auch diese Praxisberichte des Medien-Doktors zum Thema Interessenkonflikte bzw. Befangenheit):<\/p>\n<p>Marcus Anh\u00e4user: Interessenkonflikte: Wie sollten Journalisten dar\u00fcber berichten?<\/p>\n<p>Klaus Koch: Interessenkonflikte: Eine Abgrenzung<\/p>\n<p>Irene Berres\/Klaus Koch: Praxisberichte 6 \u2013 Experten, Interessen und Konflikte<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.dfg.de\/formulare\/10_201\/10_201_de.pdf\">www.dfg.de\/formulare\/10_201\/10_201_de.pdf<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Die Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>nicht auf tats\u00e4chliche oder potenzielle Interessenkonflikte des Hauptexperten oder anderer Experten hingewiesen wird.<\/li>\n<li>der Beitrag nicht erw\u00e4hnt, dass bei weiteren Experten oder Personen ein relevantes Abh\u00e4ngigkeitsverh\u00e4ltnis vom Hauptexperten besteht, dass sie in derselben Arbeitsgruppe arbeiten oder Co-Autoren der vorgestellten Studie sind (siehe dazu auch Kriterium 8 zu Experten\/Quellentransparenz). Werden diese Zusammenh\u00e4nge deutlich, wird das Kriterium als \u201eerf\u00fcllt\u201c gewertet.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Gibt es Abh\u00e4ngigkeiten, die das Urteil eines Experten\/einer Person beeinflussen k\u00f6nnten?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;10. Einordnung in den Kontext &#8220; module_id=&#8220;einordnung&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>10.\u00a0Einordnung in den Kontext<\/h3>\n<h4>Werden Aspekte wie etwa Neuheit oder Ethik im Beitrag angesprochen und eingeordnet?<\/h4>\n<p>Viele angeblich neue Therapien\/Tests\/Produkte oder Verfahren sind nicht wirklich neu. So kann ein Wirkstoff nur ein weiteres Mitglied einer etablierten therapeutischen Klasse von Medikamenten sein. Und selbst wenn der Beitrag einen v\u00f6llig neuen Behandlungsansatz vorstellt, wirkt diese Methode nicht zwingend besser als bereits \u00fcbliche Verfahren gegen eine Erkrankung. In Pressemitteilungen zu einem neuen Medikament geht diese wichtige Information manchmal im Hype verloren. Das Mittel wird als Neuigkeit angepriesen, um den ersten Verkauf anzukurbeln.<\/p>\n<p>Der journalistische Beitrag sollte daher eine aufschlussreiche Aussage dar\u00fcber enthalten, wie neu ein neues Produkt wirklich ist, indem z. B. auf \u00e4ltere Studien mit der gleichen Substanz hingewiesen wird.<\/p>\n<p>Gerade im Bereich Medizin spielen auch ethische \u00dcberlegungen eine Rolle, etwa in klinischen Studien, Beitr\u00e4gen zur Gentechnik oder Fortpflanzungsmedizin. Daher sollten diese Aspekte \u2013 sofern relevant \u2013 auch angesprochen werden.<\/p>\n<p><em><strong>Die Wertung k\u00f6nnte \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>ungenaue, unvollst\u00e4ndige oder in die Irre f\u00fchrende Angaben zur Neuigkeit eines Verfahrens oder Produktes gemacht werden.<\/li>\n<li>nicht erkl\u00e4rt wird, was das eigentlich Neue an dem neuen Verfahren ist (am besten im Vergleich zu existierenden Alternativen auf dem Markt).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Gibt es Informationen zur Neuheit oder auch ethische Aspekte, die f\u00fcr die Mediennutzer relevant sind?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;11. Faktentreue&#8220; module_id=&#8220;faktentreue&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>11. Faktentreue<\/h3>\n<h4>Gibt der Beitrag die wesentlichen Fakten richtig wieder?<\/h4>\n<p>Bei diesem Kriterium geht es darum herauszufinden, ob sich im Beitrag wesentliche Faktenfehler finden. Wird also die Hauptaussage einer Studie richtig wiedergegeben bzw. das Ergebnis, auf das sich der Beitrag bezieht? Nicht alle Aspekte einer Studie m\u00fcssen im Beitrag beschrieben werden, die genannten Fakten m\u00fcssen jedoch stimmen.<\/p>\n<p>Es geht dabei um offensichtliche Fehler, die z.B. schon beim Lesen einer zugrunde liegenden Studie bzw. der Zusammenfassung \u2013 auffallen k\u00f6nnen. Nicht jeder Fakt und jede Tatsachenbehauptung kann von den Gutachtern gegenrecherchiert werden. Ein falsch geschriebener Name ist im Gutachten anzumerken, reicht aber allein noch nicht, um einen Beitrag als \u201enicht erf\u00fcllt\u201c gelten zu lassen. Treten aber zus\u00e4tzlich andere \u201ekleine\u201c Fehler auf, die auf eine insgesamt mangelnde Sorgfalt bei der Recherche schlie\u00dfen lassen, ist sehr wohl \u201enicht erf\u00fcllt\u201c zu werten. Dies kann auch als Grund f\u00fcr eine Abwertung des Gesamtergebnisses um einen Stern betrachtet werden.<\/p>\n<p>Liefert ein Beitrag keinerlei Quellen oder Belege, auf deren Grundlage die Fakten \u00fcberpr\u00fcft werden k\u00f6nnen, kann auch das zur Abwertung des Gesamtergebnisses um einen Stern f\u00fchren.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>\u00dcberschriften und Teaser sich zu stark von der tats\u00e4chlichen Aussage des Beitrags entfernen.<\/li>\n<li>der Beitrag Kausalzusammenh\u00e4nge herstellt, obwohl die Daten nur Korrelationen belegen.<\/li>\n<li>Daten offensichtlich falsch wiedergegeben werden.<\/li>\n<li>grobe, irref\u00fchrende \u00dcbersetzungsfehler etwa bei Zitaten aus dem Englischen auftreten.<\/li>\n<li>H\u00e4ufigkeiten erheblich von den in der entsprechenden Fachpublikation oder offiziellen Dokumenten genannten Werten abweichen.<\/li>\n<li>der Text viele kleinere Fehler beinhaltet, die f\u00fcr sich genommen noch kein \u201enicht erf\u00fcllt\u201c rechtfertigen, in der Summe aber den Eindruck erwecken, dass nicht mit hinreichender Sorgfalt berichtet wird.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;12. Journalistische Eigenleistung &#8220; module_id=&#8220;eigenleistung&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>12. Journalistische Eigenleistung (mehr als Pressematerial)<\/h3>\n<h4>Geht der Beitrag \u00fcber das Pressematerial hinaus?<\/h4>\n<p>Basiert der Beitrag \u00fcberwiegend auf eigenen Recherchen oder ist er weitgehend die blo\u00dfe \u00dcbernahme von Pressematerial bzw. fremden journalistischen Beitr\u00e4gen, wie zum Beispiel von Medienbeitr\u00e4gen aus anderen L\u00e4ndern? (bezieht sich indes nicht auf Beitr\u00e4ge von Nachrichtenagenturen, die auch als solche gekennzeichnet sind)<\/p>\n<p>Ein Beitrag sollte deutlich \u00fcber eine ggf. zum Thema vorhandene Pressemitteilung oder anderes Pressematerial hinausgehen, damit von einer eigenen journalistischen Rechercheleistung ausgegangen werden kann. Auch die Verwendung von Material des Science Media Centers wird als unabh\u00e4ngige, journalistische Leistung gewertet \u2013 unabh\u00e4ngig davon, ob das SMC als Quelle genannt wird oder nicht.<\/p>\n<p>Eine Pressemitteilung\/eine Pressekonferenz oder Pressematerial sollte ein Anlass, aber keine komplette Vorlage f\u00fcr den Beitrag sein \u2013 auch wenn es im zunehmend schwieriger werdenden Redaktionsalltag vorkommen kann, dass z.B. eine gute gemachte Pressemitteilung einen Gro\u00dfteil der n\u00f6tigen Informationen liefert.<\/p>\n<p>Bei der \u00dcbernahme von Videomaterial, das z.B. von Unternehmen oder Forschungseinrichtungen zur Verf\u00fcgung gestellt wurde, ist auf die Quelle hinzuweisen. Wird ausschlie\u00dflich solches Material verwendet, ist das Kriterium bei Fernsehbeitr\u00e4gen \u201enicht erf\u00fcllt\u201c. Auch wenn eigene Bilder oder Filmsequenzen ohne erkennbare weitere Recherche lediglich die Inhalte einer Pressemitteilung illustrieren, kann das Kriterium \u201enicht erf\u00fcllt\u201c sein.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>klare Belege daf\u00fcr vorhanden sind, dass das \u201eWording\u201c in gro\u00dfen Teilen aus einer Pressemitteilung oder dem Pressematerial \u00fcbernommen wurde.<\/li>\n<li>erkennbar ist, dass lediglich ein Beitrag aus einem anderen (z.B. fremdsprachigen) Medium zusammengefasst wird und es keine dar\u00fcber hinaus gehende substanzielle journalistische Eigenleistung gibt.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Bei einem Beitrag, der mehrere unabh\u00e4ngige Quellen hat, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass er NICHT allein auf einer Pressemitteilung\/ Pressematerial beruht. In diesem Fall liegt also eine journalistische Eigenleistung vor und daher sollte in diesem Falle mit \u201eerf\u00fcllt\u201c gewertet werden, auch wenn wir keine Pressemitteilung finden.<\/p>\n<p>Auch ohne Pressemitteilung kann jedoch eine fehlende journalistische Eigenleistung vorliegen, wenn der Beitrag sehr unkritisch ist, einen werbenden Charakters hat oder nur einzelne, abh\u00e4ngige Quellen erw\u00e4hnt werden. Wenn es also sein k\u00f6nnte, dass die Informationen \u00fcberwiegend aus einer Pressemitteilung oder PR-Material stammen, wird das Kriterium mit \u201enicht anwendbar\u201c gewertet.<\/p>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Handelt es sich um eine ausreichende journalistische Eigenleistung oder stammen die Informationen ausschlie\u00dflich bzw. ganz \u00fcberwiegend aus einer Pressemitteilung oder entsprechendem PR-Material bzw. fremden journalistischen Beitr\u00e4gen?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;Titel Allgem.-j. Kriterien&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h2>Allgemeinjournalistische Kriterien<\/h2>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;13. Attraktivit\u00e4t der Darstellung&#8220; module_id=&#8220;attraktivitaet&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>13. Attraktivit\u00e4t der Darstellung<\/h3>\n<h4>Gelingt es im Beitrag, ein Thema durch eine attraktive Darstellung zu vermitteln?<\/h4>\n<p>Damit Mediennutzer einen Beitrag gerne lesen, h\u00f6ren oder sehen, muss er nicht nur verst\u00e4ndlich sein. Auch wie ein Thema vermittelt wird, spielt dabei eine wesentliche Rolle. So ist ein Beitrag mit vielen kurzen Haupts\u00e4tzen zwar maximal verst\u00e4ndlich, aber eben nicht sehr attraktiv.<br \/>Positiv ist zu bewerten, wenn ein Beitrag dramaturgischen Prinzipien folgt (Personalisierung, narrative Elemente, Bezug zur Alltagswelt etc.). Ideal ist es, wenn Form und Inhalt harmonieren, abstrakte Zusammenh\u00e4nge z. B. durch Illustrationen, Fotos\/geeignete Bilder (TV) oder anschauliche Textbeispiele verdeutlicht werden. Bei einem Radiobeitrag geh\u00f6rt der Einsatz von Atmo und guten O-T\u00f6nen dazu, bei Texten sollen \u00dcberschriften, Bilder und Illustrationen die Aussagen unterst\u00fctzen oder erg\u00e4nzen.<br \/>Generell steht bei diesem Kriterium mehr die Form als der Inhalt im Mittelpunkt.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>\u00dcberschrift und Teaser die Aussage des Beitrags dramatisieren oder viel mehr versprechen, als ein Studienergebnis tats\u00e4chlich hergibt.<\/li>\n<li>es in einem sehr subjektiven Beitrag (\u201eErlebnisbericht\u201c) nicht gelingt, diesen durch Abschnitte mit neutralen\/objektiven Beschreibungen der Fakten einzuordnen. Idealerweise werden Fallbeispiele gew\u00e4hlt, die typisch sind.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Ist das Thema interessant dargestellt?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;14. Verst\u00e4ndlichkeit &#8220; module_id=&#8220;verstaendlichkeit&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>14. Verst\u00e4ndlichkeit<\/h3>\n<h4>Ist der Beitrag f\u00fcr Laienpublikum verst\u00e4ndlich?<\/h4>\n<p>Dieses Kriterium gilt als \u201eerf\u00fcllt\u201c, wenn ein Beitrag verst\u00e4ndlich ist, weil er klar strukturiert ist, angemessene Satzl\u00e4ngen verwendet, Fachbegriffe nur in Ausnahmef\u00e4llen verwendet (und diese dann erl\u00e4utert) und Zusammenh\u00e4nge gut erkl\u00e4rt \u2013 und ggf. erkl\u00e4rendes Bild- und Tonmaterial einsetzt.<br \/>Handelt es sich um einen nachrichtlichen Beitrag, sollten die W-Fragen (wer, was, wo, wie, wann und warum) vollst\u00e4ndig beantwortet werden.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>ein Thema zu abstrakt dargestellt wird.<\/li>\n<li>die Struktur wirr erscheint, logische Fehler auftreten.<\/li>\n<li>Bandwurms\u00e4tze \u00fcber mehrere Zeilen und Schachtels\u00e4tze das Verst\u00e4ndnis und den Lesefluss erschweren.<\/li>\n<li>in einem nachrichtlichen Beitrag ein Teil der W-Fragen nicht beantwortet wird.<\/li>\n<li>ein Beitrag von unverst\u00e4ndlichen oder irref\u00fchrenden Bildern begleitet wird: Erg\u00e4nzen sie den Inhalt des Beitrags oder \u00fcberdecken\/verf\u00e4lschen sie ihn? Bei Grafiken ist z.B. auf die verwendeten Skalen, etwaige Verzerrungen, unangemessene Ma\u00dfst\u00e4be, t\u00e4uschende Perspektiven, L\u00fccken in den dargestellten Daten etc. zu achten.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><a href=\"http:\/\/www.trans-kom.eu\/bd10nr03\/trans-kom_10_03_02_Lutz_Verstaendlichkeit.20171221.pdf\">http:\/\/www.trans-kom.eu\/bd10nr03\/trans-kom_10_03_02_Lutz_Verstaendlichkeit.20171221.pdf<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hamburger_Verst%C3%A4ndlichkeitskonzept\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hamburger_Verst\u00e4ndlichkeitskonzept<\/a><\/p>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Ist der Text verst\u00e4ndlich?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text admin_label=&#8220;15. Themenauswahl &#8220; module_id=&#8220;themenauswahl&#8220; _builder_version=&#8220;4.9.7&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>15. Themenauswahl<\/h3>\n<h4>Ist das Thema aktuell, relevant oder originell?<\/h4>\n<p>Hier spielt eine Rolle, ob das im Beitrag besprochene Thema aktuell, relevant oder besonders originell ist.<br \/>Als relevant gilt zum Beispiel ein Thema, das einen gro\u00dfen Teil der Bev\u00f6lkerung direkt oder indirekt betrifft. Wenn eine gro\u00dfe Anzahl Menschen davon betroffen ist oder eine neue Entwicklung wichtige ethische Fragen aufwirft, wenn politische Entscheidungen dazu anstehen oder ein kleines Thema beispielhaft f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Entwicklung steht (\u201eModellcharakter\u201c). Denn Relevanz entsteht nicht nur durch eine gro\u00dfe Anzahl von Betroffenen. Auch ein gro\u00dfer Erfolg oder ein gro\u00dfes Risiko f\u00fcr einen kleinen Teil der Bev\u00f6lkerung kann bedeutsam sein.<br \/>Ein Beitrag kann durch ein ungew\u00f6hnliches Thema oder einen \u00fcberraschenden Blickwinkel \u00fcberzeugen \u2013 und somit den Mediennutzern besonders kurios, humorvoll oder \u00fcberraschend erscheinen.<br \/>Au\u00dferdem wird hier bewertet, ob der Beitrag eine seinem Medium oder einem zeitlichen Rahmen (z. B. Jahreszeit) angemessene Aktualit\u00e4t besitzt und diese f\u00fcr den Leser\/Zuh\u00f6rer\/Zuschauer deutlich macht (z.B. durch Formulierungen wie \u201eErgebnisse, die heute\/gestern\/diese Woche in einem Fachmagazin\/Konferenz ver\u00f6ffentlicht wurden.\u201c oder \u201e\u2026 wie in dem diese Woche ver\u00f6ffentlichten Buch beschrieben \u2026 \u201c).<br \/>Sollte das Thema eines Beitrags nicht aktuell sein, muss es relevant sein. Ist es nicht relevant, muss es zumindest ungew\u00f6hnlich sein.<\/p>\n<p><em><strong>Wertung kann \u201enicht erf\u00fcllt\u201c lauten, wenn z. B. \u2026<\/strong><\/em><\/p>\n<ul class=\"bullet-arrow\">\n<li style=\"list-style-type: none\">\n<ul>\n<li>ein Thema nur f\u00fcr kleine Fachkreise von Bedeutung ist, denn dann spielt auch Aktualit\u00e4t keine Rolle.<\/li>\n<li>ein Thema nicht aktuell, nicht relevant und auch nicht ungew\u00f6hnlich ist \u2013 und nicht klar wird, warum dar\u00fcber berichtet wird.<\/li>\n<li>der aktuelle Bezug konstruiert erscheint (\u201eTag des XY\u201c, die in der Regel von Interessenverb\u00e4nden\/Unternehmen festgesetzte Termine als Teil einer PR-Strategie sind, oder ein \u201eaktueller Promitipp\u201c). Eine Ausnahme bilden Tage, die eine echte Relevanz f\u00fcr die politische Agenda haben und von anerkannten Institutionen festgelegt wurden (z. B. der Welt-Aids-Tag der Organisation UNAIDS).<\/li>\n<li>versucht wird, Aktualit\u00e4t zu suggerieren, obwohl ein Thema veraltet ist (z. B. Tageszeitungsbeitrag: \u201ewie die Forscher jetzt herausgefunden haben\u201c, das Ergebnis\/der Anlass aber schon seit einem Monat bekannt\/ver\u00f6ffentlicht ist). Auch dieses Kriterium orientiert sich am Ver\u00f6ffentlichungsrhythmus des Mediums.<\/li>\n<li>Relevanz und\/oder Aktualit\u00e4t nur simuliert erscheint, etwa durch aktuelle firmengesponserte Umfragen im Zusammenhang mit \u201eAwareness- Kampagnen\u201c.<\/li>\n<li>eine Pressekonferenz als Anlass f\u00fcr eine zeitnahe Berichterstattung genommen wird, die \u00fcber die Ergebnisse einer laufenden bzw. (noch) nicht ver\u00f6ffentlichten Studie berichtet, und es f\u00fcr Journalisten keine M\u00f6glichkeit gibt, die Studie zur \u00dcberpr\u00fcfung zu erhalten. Da dann weder Ergebnisse noch Methodik \u00fcberpr\u00fcft werden k\u00f6nnen, raten wir generell von einer solchen Berichterstattung ab.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Wichtige Frage, die f\u00fcr den Leser zu kl\u00e4ren w\u00e4re:<br \/><\/strong>Ist das Thema aktuell, relevant und\/oder ungew\u00f6hnlich?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_3&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.4&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; background_color=&#8220;#F6F6F6&#8243; custom_padding=&#8220;20px|20px|20px|20px|false|false&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;][et_pb_text ol_position=&#8220;outside&#8220; ol_item_indent=&#8220;20px&#8220; admin_label=&#8220;Kriterien-Kasten Gesundheit&#8220; _builder_version=&#8220;4.10.8&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; text_text_color=&#8220;#000000&#8243; text_font_size=&#8220;14px&#8220; text_line_height=&#8220;2.1em&#8220; ol_text_align=&#8220;left&#8220; ol_line_height=&#8220;2.4em&#8220; header_2_text_color=&#8220;#444444&#8243; background_color=&#8220;#f6f6f6&#8243; module_alignment=&#8220;left&#8220; custom_padding=&#8220;15px|15px|15px|15px|false|false&#8220; global_module=&#8220;1285&#8243; saved_tabs=&#8220;all&#8220; locked=&#8220;off&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220;]<\/p>\n<h3>Die Kriterien des<br \/>Medien-Doktor GESUNDHEIT<\/h3>\n<ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#nutzen\">POSITIVE EFFEKTE (NUTZEN)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#risiken\">RISIKEN &amp; NEBENWIRKUNGEN<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#verfuegbar\">VERF\u00dcGBARKEIT<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#alternativen\">ALTERNATIVEN<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#kosten\">KOSTEN<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#uebertreibung\">KRANKHEITS\u00dcBERTREIBUNG \/ -ERFINDUNG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#belege\">BELEGE \/ EVIDENZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#experten\">EXPERTEN \/ QUELLENTRANSPARENZ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#interessen\">INTERESSENKONFLIKTE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#einordnung\">EINORDNUNG IN DEN KONTEXT<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#faktentreue\">FAKTENTREUE<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#eigenleistung\">JOURNALISTISCHE EIGENLEISTUNG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#attraktivitaet\">ATTRAKTIVIT\u00c4T DER DARSTELLUNG<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#verstaendlichkeit\">VERST\u00c4NDLICHKEIT<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.medien-doktor.de\/gesundheit\/die-kriterien\/#themenauswahl\">THEMENAUSWAHL<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_divider _builder_version=&#8220;4.13.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;][\/et_pb_divider][et_pb_text admin_label=&#8220;F\u00f6rderer MD-Gesundheit &#8220; _builder_version=&#8220;4.13.1&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; global_colors_info=&#8220;{}&#8220; global_module=&#8220;2975&#8243; theme_builder_area=&#8220;post_content&#8220;]<\/p>\n<h3>F\u00f6rderer:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-13 alignnone \" src=\"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/05\/wort-bild-300x222.jpg\" alt=\"Logo des Wort &amp; Bild Verlags\" width=\"161\" height=\"119\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-10 alignnone \" src=\"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/05\/expbio-300x64.png\" alt=\"\" width=\"239\" height=\"51\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-11 alignnone \" src=\"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/05\/logo-wpk.org_.png\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"72\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-12 alignnone \" src=\"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2021\/05\/logo_vmwj.png\" alt=\"\" width=\"151\" height=\"39\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kriterien &nbsp; Eine \u00dcbersicht der Kriterien des Medien-Doktor GESUNDHEIT, Medien-Doktor ERN\u00c4HRUNG und Medien-Doktor UMWELT k\u00f6nnen Sie hier als pdf herunterladen.Bewertete Beitr\u00e4ge Bewertet werden\u00a0journalistische Beitr\u00e4ge (mehr als 200 W\u00f6rter) aus Publikumsmedien, bei denen im Zentrum der Berichterstattung (d. h. in mehr als 50 Prozent des Beitrags)\u00a0eine Therapie, ein diagnostischer Test, ein medizinisches Produkt oder Verfahren\u00a0steht. [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"class_list":["post-418","page","type-page","status-publish","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=418"}],"version-history":[{"count":44,"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4928,"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/418\/revisions\/4928"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/medien-doktor.de\/gesundheit\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}